Krisenkommunikation und Social Media

Nehme in Montreux an einer sehr interessanten Veranstaltung zum Thema PR und Corporate Publishing teil. Zwei Themen dominieren die Konferenz: Krisenkommunikation und Social Media.Gestern hat Michael Höflich, Geschäftsführer des Forum Corporate Publishing, einen informativen Vortrag u.a. zu “Community Publishing” gehalten. In der anschließenden Diskussion, aber auch in den Abendgesprächen, haben Unternehmensvertreter Kritik geäußert: Die genannten Beispiele zeigten den Höhepunkt einer individualisierten Print-Entwicklung, aber noch nicht die Zukunft des Publishing. (Das Beispiel zeigte ein bemerkenswertes Print-Produkt mit einem hohen Grad an Individualisierung — und das bei mehreren Millionen Auflage.)

In den persönlichen Gesprächen zeigte sich, dass für viele Unternehmen als erste Aufgabe ein verlässliches Monitoring im Bereich Social Media ansteht. Eine Aufgabe, die wir mit unserem Social Media Scouts abzudecken versuchen. Im Spätherbst wird Publicis dann mit einem speziellen Tool noch sehr viel bessere Angebote dafür machen können. Im Moment aber geht es darum, belastbare und reproduzierbare Erfahrungen zu sammeln, die wir in unsere tägliche Arbeit einfließen lassen können.

Natürlich fürchten viele Unternehmen den Kontrollverlust im Social Web. Entscheidend ist aber, dass Nicht-Kommunizieren bzw. die Nicht-Nutzung dieser Plattformen den Kontrollverlust nicht verhindert. Die Social Publishing-Strategien sind für jedes Unternehmen hochgradig individuell. Es freut mich aber, dass das Thema tatsächlich als relevante Kommunikationsaufgabe gesehen wird – und nicht nur Krisenkommunikation!

These: Social Publishing ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Krisenkommunikation.

2 thoughts on “Krisenkommunikation und Social Media

  1. Seit Jahren nutzen namhafte Firmen, z. B. BMW, Ford, Daimler,Starbucks Social Media. Das Publizität auch negative Informationen transportiert, ist ebenfalls klar. Dafür benötigt man die richtige Strategie und wenn ich das richtig verfolgt habe, sollten die Beiträge ins Soziale Netz persönlich und authentisch sein und nicht nur die reinen Unternehmensinhalte transportieren. Das wird manchesmal vielleicht eine Gradwanderung sein, aber eine Herausforderung und Möglichkeit ist es allemal.

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